DIY - Selbstgemachtes

It’s time for a Fashion-Revolution

Gestern war Fashion Revolution Day und die ganze Woche wird in den Sozialen Medien auf die Missstände in der Modeindustrie aufmerksam gemacht. Der Fashion Revolution Day wurde ins Leben gerufen, nachdem am 24. April 2013 in Bangladesch eine Textilfabrik einstürzte.

Doch wieso sind die Arbeitsbedingungen in Textilfabriken so schlecht? Den meisten Firmen in der Bekleidungsindustrie geht es nur darum, billig zu produzieren und viel zu viele Menschen leben den Trend der Fast Fashion. Manche tragen ihre Kleidung kaum länger als ein Jahr, teilweise wird sogar noch früher wieder aussortiert. Durch den Fashion Revolution Day sollen die Menschen ein Bewusstsein dafür entwickeln. Viele posten auf Instagram und Co. Fotos, auf denen sie ihre Kleidung mit dem Etikett nach außen tragen und stellen an die Hersteller die Frage „Who made my clothes?“. Sie wollen wissen, wie die großen und auch kleinen Marken ihre Produkte produzieren lassen. Sie wollen mehr Transparenz. Außerdem wird ein Augenmerk auf die Langlebigkeit von Kleidung gesetzt. Vieles ist noch in einwandfreiem Zustand, wenn es aussortiert wird. Wieso also trägt man seine Kleidung nicht einfach länger? Weil es die Modeindustrie uns so vorlebt. Alles muss immer neu sein und dem neuesten Trend entsprechen. Die Schuld liegt jedoch nicht nur an den Verbrauchern, die immer Neues wollen. Auf Grund der sich so schnell ändernden Mode wird auch in der Produktion meist mehr Wert auf Quantität statt Qualität gelegt. Dies wiederum hat zur Folge, dass Kleidung wesentlich schneller kaputt geht. Früher konnte Kleidung von Generation zu Generation weitergegeben werden. Das ist heutzutage gar nicht mehr möglich. Weil die Modeindustrie die Langlebigkeit von Kleidungsstücken gar nicht vorsieht, sind wir letztendlich dazu gezwungen, schneller wieder Neues zu kaufen.

Ich stehe hier natürlich nicht außen vor. Keineswegs möchte ich von mir behaupten, dass ich besonders nachhaltig lebe. Auch ich kaufe gerne mal neue Kleidung, dennoch nähe ich den Großteil selbst. Nicht unbedingt aus Pflichtbewusstsein, das gebe ich zu, sondern rein aus Freude am Nähen. Und auch unter den Nähbloggern sind Modetrends ein großes Thema. So entstehen auch bei mir neue Kleidungsstücke, die den aktuellen Beliebtheitskriterien entsprechen. Allerdings trage ich meine Kleidung definitiv länger als ein Jahr. Allein schon aus dem Grund, dass ich mich nicht davon trennen kann, vor allem, wenn man an die investierte Zeit und das Herzblut denkt, das man in die Stücke gesteckt hat. Von dem Gefühl von Stolz, dass man seine selbst genähte Kleidung trägt ganz zu schweigen.

Passend zur Fashion Revolution Week möchte ich euch heute mein heiß geliebtes Statementshirt präsentieren. Als ich mir im letzten Sommer einen Plotter gekauft habe, ist dieses T-Shirt als eines der ersten beplotteten Kleidungsstücke entstanden.

Ich habe mich ganz bewusst für ein schlichtes weißes T-Shirt mit schwarzem Aufdruck entschieden, da es so als Basic zu fast allem kombiniert werden kann. Außerdem unterstreicht die Farbkombination meiner Meinung nach die Aussage des Spruches, nicht weil sofort auffällt, dass es selbst gemacht ist, sondern viel mehr weil es auf den ersten Blick eben nicht wie selbstgemacht aussieht. Versteht ihr, was ich meine? Mir ist es wichtig, dass man nicht auf den ersten Blick erkennt, ob ein Kleidungsstück gekauft oder selbstgemacht ist. Wie wohl jeder Nähblogger lege auch ich einen gewissen Wert auf professionelle Verarbeitung und den „wie-gekauft-Look“. Und das keines Falls, weil man sich für sein Hobby schämt. Man möchte der Außenwelt zeigen, was alles möglich ist, dass Nähen kein Hexenwerk ist und dass nicht automatisch jedes gekaufte Teil qualitativ hochwertiger ist als ein selbstgemachtes – und man trifft leider noch immer ab und an auf die Meinung, selbstgenähte Kleidung wäre nur quietschebunt, kitschig und etwas für alternativ angehauchte.

Das Schnittmuster des T-Shirts ist #swag von Fashion Tam Tam in Größe M. Laut Maßtabelle würde mir auch Größe S passen, da ich ein locker sitzendes Oberteil wollte, wählte ich allerdings eine Nummer größer. Das kostenlose Poster (keine Plottdatei!) „I made my clothes“ bekommt ihr bei Fashion Revolution, ebenso wie das Poster „Who made my clothes„.

Jetzt bin ich gespannt, wie ihr zu dem Thema steht. Über eure Kommentare freue ich mich sehr!

Bis bald

Tessa

Verlinkt bei du für dich am Donnerstag

DIY für Katzen

DIY – Katzenangel

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Heute möchte ich euch meine selbst gemachte Katzenangel vorstellen. Sie ist einfach und sehr günstig herzustellen. Meine beiden Miezis lieben sie!

Material:

  • zwei alte T-Shirts, am besten in zwei verschiedenen Farben
  • einen Stab (ich habe hier einfach den Stab einer alten Katzenangel verwendet)
  • Schere

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Zu erst schneidet ihr den unteren Saum der beiden T-Shirts über der Naht ab. Anschließend schneidet ihr die Shirts in Streifen. Ich habe dafür den „Bauch“ des Kleidungsstückes verwendet und für unterschiedliche Längen einmal den Streifen von Bauch und Rücken einzeln verarbeitet und manchmal am Stück. Für die Lange Schnur, die den Stab der Angel mit dem Spielzeug unten verbindet, habe ich zweimal rundherum geschnitten, sodass ich einen langen Streifen erhalten habe (also Bauch-Rücken-Bauch-Rücken am Stück).

Sucht euch immer drei gleich lange Streifen zusammen und verflechtet diese. Das längste geflochtene Band wird die Angelschnur. Für das „Krakenspielzeug“ habe ich Bänder in unterschiedlichen längen und Farbkombinationen doppelt zusammen gelegt und mit dem vorher abgeschnittenen Saum zusammengebunden. Die Angelschnur wird nun an der entstandenen Schlaufe festgeknotet. Zum Schluss wird noch der Stab mit einem T-Shirtstreifen umwickelt und die Angelschnur daran befestigt. Dazu habe ich ebenfalls einen abgeschnittenen Saum verwendet.DSC_1211

Wie ihr seht ist dieses Spielzeug wirklich sehr leicht und schnell selbst herzustellen. Leonie ist besonders wild danach. Wenn sie es einmal gefangen hat, würde sie es immer am liebsten durch die Wohnung tragen.