DIY - Selbstgemachtes · Probenähen

Cardison von Ellepuls

Gerade in der Übergangszeit, in der es weder richtig kalt noch besonders warm ist, sind Cardigans und andere leichte Jäckchen die idealen Begleiter. Für Elke von Ellepuls durfte ich ihren neuen Schnitt „Cardison“ in Normalgrößen testen.

Der Cardison ist eine Mischung aus Cardigan und Blouson mit Gummibund, Paspeltaschen und 3/4-Ärmeln. Er lässt sich super zu Blusen kombinieren. Hier seht ihr meinen Cardison aus leichtem Strick zu meiner Bluse bellah von Prülla.

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Der Cardison war ursprünglich für große Frauen konzipiert. Als Elke von Ellepuls zum Probenähen für Normalgrößen aufrief, war ich natürlich sofort begeistert. Vielen Dank, liebe Elke, dass ich deinen Schnitt testen durfte und auch für die Bereitstellung deines Schnittmusters inklusive Anleitung. In der bebilderten Anleitung sind alle Schritte gut nachvollziehbar erklärt. Auch das Nähen der Paspeltaschen war dank der guten Erklärung wirklich einfach. Ich erinnere mich noch gut an meine allererste Paspeltasche. Das ist zwar jetzt schon einige Zeit her, aber damals wäre ich fast verzweifelt. Nicht so bei dieser Anleitung.

In den Saum wir ein Gummiband eingenäht, wodurch dann eine schöne Raffung entsteht. Diese beginnt bei mir leider etwas weiter hinten, als in der Anleitung vorgesehen. Das lag daran, dass ich noch kein passendes Gummiband hatte, alle Teile aber schon so weit zusammen genäht habe, dass nur noch das Gummiband fehlte.

In einem kleinen Kurzwarenladen, der viel mehr aussah wie eine Änderungsschneiderei wollte ich dann ein entsprechendes Band kaufen. Die Verkäuferin führte erst mal in aller Seelenruhe ihr privates Telefonat zu Ende. Im Anschluss kam sie mit einem Maßband und einer Kiste Gummibändern wieder aus dem hinteren Teil des kleinen Ladens zurück und demonstrierte mir, dass sie kein passendes Band hatte. Obwohl sie nicht wusste, wofür das Gummiband bestimmt war, wollte sie mir erklären, dass die Breite überhaupt keine Rolle spiele und ich jedes Band verwenden könne. Damit war ich allerdings nicht einverstanden und plötzlich hatte sie doch ein Gummiband mit einer Breite von 2,5 cm. Jedenfalls laut Maßband, das sie anhielt. Beim Einnähen in meinen Saum musste ich dann leider feststellen, dass sie mich wohl für dumm verkauft hatte. Das Gummiband hatte eine Breite von 3 cm! Wie auch immer sie das Maßband angehalten hatte, sie hatte schließlich gewonnen und mir das Falsche verkauft. Als ich das bemerkt hatte, war es allerdings schon zu spät und ich habe das Gummiband an einer Stelle mit festgenäht.

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Jetzt aber genug aufgeregt! Zusammenfassend ist das eBook zum Cardison von Elke alias Ellepuls sehr gut nachzuarbeiten. Einzig bei der Größenauswahl bin ich mir im Nachhinein nicht mehr ganz sicher. An Hand meiner Maße und der Maßtabelle im eBook habe ich mich für Größe 38 entschieden. Beim nächsten Mal werde ich eine Nummer kleiner nähen. Ich habe bereits so viele Ideen für weitere Cardisons! Wie wäre es zum Beispiel mit einem Cardison aus kuschelig-weichem Stoff in rosa? Oder sogar aus elastischem Kunstleder? Gemusterter Jacquard? Der Cardison ist wirklich vielseitig und sieht mit jedem Stoff ein bisschen anders aus.

Bis bald,

Tessa

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DIY - Selbstgemachtes · Fotografie

Eine KaJa zum Kuscheln

Langsam wird es wieder etwas wärmer und damit Zeit, den Wintermantel zurück in den Schrank zu hängen. Bereits im November habe ich mir eine Kuscheljacke genäht, die jetzt genau das Richtige ist.

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Für die Oversized-Jacke „Große KaJa“ von Goldkrönchen habe ich einen Fleece-Stoff mit schwarzem Sweat kombiniert. Eigentlich bin ich kein Fan von Fleece, diese Jacke aber liebe ich!

Auf das in der Anleitung vorgesehene Futter habe ich verzichtet, da mein Außenstoff auf beiden Seiten schön kuschlig ist. An die schwarzen Sweat-Ärmel habe ich Bündchen aus Fleece genäht. Alle weiteren Kanten, sowie den Saum habe ich nur mit der Overlock versäubert.

Meine Schwester hat zu Weihnachten auch gleich eine KaJa bekommen und ich werde mit Sicherheit nochmals eine nähen. Der Schnitt ist wirklich toll!

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Und weil mir das Schreiben heute so schwer fällt, beende ich meinen Beitrag mit einer kleinen Bilderflut. Die Fotos sind an einem herrlich sonnigen, aber doch kalten Novembermorgen entstanden. Die Sonne erzeugte eine unglaublich tolle Atmosphäre, die ich einfach zum Fotografieren nutzen musste.

 

Bis bald,

Tessa

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Blogaktionen

Was lange währt wird endlich gut – Outdoorjacke

Bereits im März veranstaltete Fredi von Seemannsgarn einen Wind & Wetter Parka Sew Along. Das Schnittmuster inklusive Nähanleitung ist von Lotte & Ludwig. Von der Idee begeistert und fest vorgenommen daran teilzunehmen, bestellte ich mir gleich Stoffe und klebte den Schnitt zusammen.

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So weit so gut. Das Nähen klappte anfangs auch ohne Probleme. Bis ich etwas zweifelte. Nicht an der Jacke oder dem Stoff, sondern an der Verarbeitung der Nähte. Ich hatte mich für einen Oxford Nylon Stoff in schwarz entschieden. Dazu rosa-weiß kariertes Futter. Aber sollte ich nicht bei einer Regenjacke aus speziellem wasserdichten Stoff die Nähte abdichten? Ich war hin und her gerissen. Zum einen wollte ich die Jacke schnellstmöglich fertig bekommen, zum anderen sollte sie dann aber auch ihren Zweck erfüllen. Wenn ich schon eine Regenjacke nähe, dann aber richtig! Also habe ich mir ein aufbügelbares Band zum Abdichten der Nähte bestellt. Der Versand ging super schnell und ich hätte nach zwei Tagen schon wieder weiter nähen können.

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Der Alltag lies das allerdings nicht zu. So hat es noch ein Weilchen gedauert, bis ich meine regenfeste Outdoorjacke fertigstellen konnte. Das Finale des Sew Alongs hab ich dann natürlich auch verpasst. Dafür kann ich damit auf den letzten Drücker noch bei 12 Letters of Handmade Fashion teilnehmen. Der Buchstabe im Mai war nämlich das „O“.

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Der Schnitt ist für etwas größere Frauen konzipiert. Mit meiner Durchschnittsgröße von 1,68 m wäre mir der Parka in voller Länge wohl fast bis zu den Knien gegangen. Da ich  mich aber sowieso für eine Jackenversion entschieden habe, kürzte ich den Schnitt noch um etwa 18 cm.

Reißverschluss und Kordelstopper habe ich farblich aufeinander abgestimmt. Außerdem überlege ich noch, die passenden Druckknöpfe an den Taschen anzubringen.

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Lernen konnte ich einiges beim Nähen dieses Schnittes! So habe ich das erste mal Pattentaschen mit Klappe genäht. Davor konnte ich mir unter diesem Begriff noch nicht einmal etwas vorstellen. Mit dem Ergebnis bin ich aber sehr zufrieden.

Auch diese Fotos sind in Zusammenarbeit mit meinen beiden Geschwistern entstanden. Und da meine Schwester an diesem Tag zufällig ein Kleid trug, möchte ich euch nun noch zeigen, dass man die Jacke durchaus auch dazu tragen könnte.

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Zusammenfassend kann ich den Schnitt nur jedem empfehlen. Egal, ob kurz oder lang, der Wind & Wetter Parka sieht einfach immer toll aus! Man kann so gut wie jedes Material verwenden und er sieht schon sehr professionell aus! Wenn ihr weitere, wirklich wunderschöne Wind & Wetter Parkas sehen wollt, schaut doch mal bei Fredi vorbei. In ihrem finalen Beitrag zum Sew Along wurden die Ergebnisse der anderen Näherinnen verlinkt.

Jetzt habe ich noch eine klitze kleine Ankündigung für euch! Am 22. Juni feiert mein Blog seinen zweiten Geburtstag. Dafür stecke ich gerade mitten in den Vorbereitungen. Seid gespannt!

Tessa

Verlinkt beim Freutag und bei 12 Letters of Handmade Fashion, im Mai gab es das „O“ wie Outdoorjacke bei Koko von golden cage. Bei ihr findet ihr am 31. Mai auch wieder alle Ergebnisse.