DIY - Selbstgemachtes

Neuer Mantel, neue Struktur – #12ausdemstoffregal

Wie habe ich Selmins Jahres-Challenges vermisst. Nach 12LettersofHandmadeFashion und 12ColoursofHandmadeFashion folgt nun, nach einem Jahr Pause, #12ausdemstoffregal. Dieses Jahr wird sich also einmal etwas ausgiebiger mit dem Stoffvorrat beschäftigt. Der Januar steht unter dem Motto „Struktur“. In meinem Regal finden sich durchaus ein paar Stoffe mit Struktur. Mein erster Plan war, endlich einmal einen Samtblouson zu nähen. Diesen Plan verfolge ich schon seit etwa einem Jahr, doch hundertprozentig sicher bin ich nicht, ob ich diese Art von Jacke überhaupt an mir mag. Doch in meinem Stoffregal wartete auch noch ein wunderschöner, rosé-farbener Wollbouclé auf seine Verarbeitung. Deshalb kam der neue Mantelschnitt Tiffany von der lieben Kira von The Couture wie gerufen.

Zugegebener Maßen wartete ich insgeheim schon voller Vorfreude auf dieses Schnittmuster, erfüllte es doch mein Hauptkriterium für den geplanten Mantel: Ein Reverskragen!

Die für Wollbouclé typische Struktur passt meiner Meinung nach perfekt zum Schnittmuster des Mantels. Außerdem befindet sich seit ein paar Wochen auch ein kuschlig weicher Teddyplüsch aus reiner Baumwolle in meinem Besitz, den ich auf dem letzten Stoffmarkt in Freising bei München gezielt als Mantelfutter kaufte. Damit fütterte ich den kompletten Mantel. Anfangs hatte ich Bedenken, ob diese Art von Futter auch für Ärmel geeignet sei, doch mittlerweile kann ich das bestätigen. Zwar gleitet man nicht ganz so gut in die Ärmel wie mit normalem Futterstoff, aber es klappt doch mit relativ wenig Widerstand. Der Mantel ist durch dieses Futter kuschlig weich und warm und ich fühle mich jedes Mal wie in eine Decke eingewickelt, wenn ich ihn trage. Herrlich!

Zum Schnitt an sich möchte ich natürlich auch noch ein paar Worte loswerden. Im Großen und Ganzen ist der Schnitt, sowie die Anleitung wirklich gut gemacht und sehr verständlich. Nur zwei kleine Kritikpunkte sind mir aufgefallen. Einer der beiden Taschenbelege hat keine Passzeichen. Da dieser Beleg dreieckig ist, lässt sich zwar die Postion erahnen, aber ganz sicher war ich mir dennoch nicht. Nach kurzer Rücksprache mit Kira erfuhr ich aber, dass sie die entsprechenden Markierungen noch in den Schnitt aufnehmen möchte. Der zweite Kritikpunkt ist das Fehlen der Vliesbezeichnung. Der Kragen und die Knopfleiste werden mit einer Vlieseinlage verstärkt. Kira hat in ihrer Anleitung keine genaue Bezeichnung angegeben, da man den Mantel aus verschiedenen Stoffen nähen kann und somit auch verschiedene Vliese benötigt. Für mich war die Wahl der Einlage aber schwierig, da ich mich in diesem Bereich nicht auskenne.

Generell war Kira sehr hilfsbereit. Als ich den Mantel nähte, existierten dazu noch keine Videos, weshalb ich Probleme mit dem Reverskragen hatte. Diese Art Kragen nähte ich schließlich das erste Mal. Geduldig und sehr anschaulich erklärte mir Kira über Instagram deshalb nocheinmal die Punkte, die ich nicht verstand. Ich kann euch also sehr empfehlen, beim Nähen des Mantels Tiffany die Videos von Kira auf YouTube anzusehen.

Jetzt bin ich gespannt, was für Strukturen sonst noch so verarbeitet wurden. Seid ihr auch neugierig? Bei Selmin von Tweed & Greet findet ihr die Linksammlung.

Bis bald,

Tessa

Verlinkt bei SewLaLa


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Flamingos im winterlichen Bayern

Schon im letzten Jahr war ich ganz verliebt in all die schönen Flamingo-Jerseys, die es bei Alles-fuer-Selbermacher gab. Bestellt hatte ich mir damals natürlich auch einen. Einen weißgrundigen Stoff mit pinken Streifen, pinken Flamingos und blauen Palmen. DER perfekte Sommerstoff. Nun hab ich ihn aber doch nicht gleich vernäht, da ich mich mal wieder nicht für einen Schnitt entscheiden konnte. Es sollte aber auf alle Fälle ein T-shirt werden.

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Als ich dann eines Tages im Zuschneidefieber war, fiel mir der süße Flamingojersey wieder in die Hände und ich entschied mich kurzerhand für eine Bethioua von Ellepuls mit kurzen Ärmeln. Mit einem gestreiften Stoff kann man bei diesem Schnitt einen sehr schönen Effekt an der Rückenpasse erzielen. Das sprach doch schon mal eindeutig für die Kombination aus Schnittmuster und Stoff, wenngleich die Streifen nicht im Vordergrund des Prints stehen.

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Das Shirt Bethioua habe ich bereits einmal genäht. Da ich mit dem Fall und der Passform  meiner ersten Version aus ziemlich labberigem Jersey nicht zufrieden war und diese leider auch nicht trage, wusste ich diesmal genau, welche Änderungen ich vornehmen musste. Die Schultern saßen gut, die Ärmel waren für meinen Geschmack am Oberarm etwas zu weit und im Vergleich dazu der Körper nicht weit genug, für einen einfachen Saumabschluss. Hätte ich ein Saumbündchen angenäht, hätte es wohl besser ausgesehen.

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Ich entschied mich also erneut für Größe 38, diesmal aber fügte ich an den Seiten des Vorder- und Rückteils je noch einen Zentimeter hinzu. Auch bei meiner T-Shirt-Version verzichtete ich auf den Saumbund. Stattdessen entschied ich mich für einen geraden Saum, den ich mit meinem liebsten elastischen Stich fixierte. Die Ärmel kürzte ich beim Zuschneiden um die Hälfte, um später bei der ersten Anprobe die richtige Länge ermitteln und abstecken zu können. Das schmale weiße Halsbündchen gibt dem auffällig gemusterten Shirt einen ruhigen Abschluss.

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Jetzt fragt ihr euch bestimmt, warum ich das Shirt ausgerechnet jetzt zeige, wenn bei uns in München zentimeterdick der Schnee liegt. Das ist ganz einfach: Gemeinsam nähen macht einfach mehr Spaß, denn Anna von PeterSilie&Co. hatte auch vor, eine Bethioua zu nähen. Bei ihr könnt ihr eine ebenfalls gestreifte Bethioua aus Sweatstoff sehen.

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Fazit zum Shirt: Das Shirt ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe! Mit der Mehrweite und dem etwas festeren Jersey gefällt es mir jetzt richtig gut. Sogar die Streifen treffen an den Seitennähten und in der Passe perfekt aufeinander.

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Fazit zum Schnitt: Die Bethioua von Ellepuls mag auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Raglanpulli aussehen, die Passe im Rückteil aber sorgt für das gewisse Etwas und sieht besonders aus gestreiftem Stoff toll aus. Da meine Körpermaße selten genau mit den Werten der Größentabelle der meisten Schnitte übereinstimmen und ich deshalb für Brust, Taille und Hüfte verschiedene Größen bräuchte, war ich mit der Passform anfangs nicht zufrieden, was sich aber ganz einfach ändern ließ. Das nächste Kurzarmshirt werde ich dann nach dem Tutorial auf Elkes Blog nähen. Das gefällt mir auch sehr gut. Oder wie wäre es mal mit einer Bethioua als Kleid?

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Da hat sich beim Fotografieren jemand ins Bild geschlichen…

 

Bis bald,

Tessa

 

Verlinkt bei RUMs

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Weiß-blauer Hedisommer

Vor einiger Zeit rief Nina von Hedinäht zum Designnähen auf. Als eine von 15 Nähbloggerinnen darf ich mir Sommeroutfits nach Ninas Schnitten nähen. Heute möchte ich euch das Erste vorstellen.

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Ich entschied mich für das Shirt Frau Edda in der „12-Colours-of-Handmade-Fashion-Farbe“ (von Mai) weiß mit einer Pailetten-Applikation. Der Stoff ist ein sehr weich fallender, angenehm zu tragender Viskosejersey, der nun schon seit ein paar Monaten auf seine Bestimmung wartete. Und die hat er jetzt definitiv gefunden! Ich liebe das Shirt und den Schnitt und es liegen bereits weitere Jerseys in meiner „Frau-Edda-Warteschlange“.

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Das Shirt Frau Edda lässt sich perfekt kombinieren mit dem Rock Frau Lilia. Hierfür wählte ich einen unelastischen Jeansstoff. Genäht habe ich Größe M, die mir leider ein wenig zu weit ist. Den nächsten Rock werde ich etwas anpassen. Dass er mir zu groß ist, hält mich allerdings nicht davon ab, ihn momentan nahezu ununterbrochen zu tragen.

Beide eBooks sind super beschrieben. Besonders die Verarbeitung des Rockbundes mit Gummiband hat es mir angetan. Allein aus diesem Grund lohnt es sich, Frau Lilia zu nähen! Und natürlich, weil der Rock gut aussieht!

Die beiden Schnittmuster wurden mir von Nina zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank dafür!

Für noch mehr #hedisommer besucht gerne Hedinäht auf Facebook.

Bis bald – mit dem nächsten Outfit für den Hedisommer,

Tessa

 

Verlinkt bei 12 Colours of Handmade Fashion im Mai und bei RUMS